Seit ĂŒber 20 Jahren gibt es das Bonusprogramm Payback bereits, das in Deutschland mehr als 31 Millionen Kunden umfasst. „Kundendaten gegen Preisnachlass“ ist das Motto des MĂŒnchner Unternehmens, das den Privatpersonen kleinere ErmĂ€ĂŸigungen und Rabatte zukommen lĂ€sst, wĂ€hrend diese im Gegenzug offen legen welche Produkte sie zu welchem Zeitpunkt in welchem Laden kaufen. „Das ist doch nicht weiter interessant“ oder „Ich bin doch nur einer von vielen!“ mag sich die Privatperson vielleicht nun denken.

TatsÀchlich aber generiert Payback aus der Sammlung der Kundendaten eine detaillierte Datenbank, die z.B. Kaufverhalten, Einkaufswerte und persönliche Vorlieben sammelt. Daraus lassen sich gezielt Profile erstellen und z.B. Erkenntnisse wie Einkommensklassen ableiten. Durch die gezielte Ansprache der Kunden mit auf sie speziell zugeschnittener Werbung lassen sich beim Einzelnen mehr UmsÀtze generieren als die kleineren Rabattierungen aufwiegen.

Letztendlich gewinnen bei Payback wieder nicht die Verbraucher sondern die Unternehmen. Von der Weitergabe der Daten an Dritte (und was immer im Nachhinein noch damit passiert) einmal ganz abgesehen. Der Verbraucher hat keinerlei Kontrolle mehr ĂŒber seine Daten, aber immerhin hat er 2,50 Euro bei den Nudeln gespart. Es gilt: „If you‘re not paying for something, you‘re not the costumer. You‘re the product, being sold.“

In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt von Payback zunehmend ins digitale verschoben. Insbesondere die Payback-App steht im Mittelpunkt des MĂŒnchner Unternehmens. Payback möchte kontinuierlich neue Partner dazu gewinnen und die Funktionen der App weiter ausweiten. Seit kurzem gibt es „Payback Go“ – eine Anwendung die den Kunden via GPS auf Schritt und Tritt verfolgt und ihm Payback-Partner im nĂ€heren Umfeld anzeigt, bei denen er sein Portmonee unmittelbar erleichtern kann.

Quelle: Artikel „Payback wird 20 und will von Wechat und Alipay lernen“, abgerufen am 15.03.2020 unter https://www.heise.de/newsticker/meldung/Payback-wird-20-und-will-von-Wechat-und-Alipay-lernen-4678601.html